Forum des PeuplesTous ensemble pour construire un monde juste et solidaire ! Contre-sommet africain au G8 - 4ieme �dition
 

4ième édition

La société civile africaine

La société civile africaine

Déclaration sur la répression des immigrants africains.

Des résistances aux alternatives...

Le marché des peuples

Fiche d’inscription

Programme du 4ème Forum des Peuples

Contact & partenaires


Déroulement du forum

LE FORUM DES PEUPLES : UN FACTEUR D’INTEGRATION POPULAIRE

LA LUTE POUR UN MONDE ALTTERNATIF PLUS JUSTE.

Pour une alternative de développement agricole au Mali

Le Journal du Forum des Peuples de Fana

Communications du Forum

Portraits de participants

Album photos

Revue de presse


L’après forum des peuples de fana

Point de presse du FSM Bamako 2006


Rettet den öffentlichen Dienst

Services publics à sauver français
Saving public services English

Es ist Wut und Empörung, die im Workshop über die "grundlegenden sozialen Dienste" vorherrscht. Und das Aufkommen der Forderung, dass sich alle zusammen mobilisieren müssen, um die Rechte der Bevölkerung auf Zugang zu Wasser, zu Elektrizität und zum Transportwesen anzuerkennen.


Die Wut ist gegen die Privatisierung der Gesellschaft zur Entwicklung der Textilien (CMDT), der nationalen Wasser- und Energiegesellschaft (EDM), und auch der nationalen Gesellschaft der Arbeitsmittel und Arbeit (SONETRA) gerichtet. Kündigungen, Infragestellung der sozialen Rechte und Erhöhung der Preise, jedes unter ihnen weit von der Verbesserung des Alltags der Bevölkerung entfernt, hat seinen Anteil an der "sozialen Zerstörung". "In Fana haben wir auch nach fast 50 Jahren der Unabhängigkeit kein Wasser", prangert Maryam Sarid an, welche zum ersten Mal am Forum des Peuples teilnimmt.

Da ist z.B. die Privatisierung der Eisenbahn in Mali, durchgeführt im Oktober 2003, welche die grösste Empörung hervorruft. Die aus Sikasso stammende Rentnerin Sigina Ballo erinnert sich an ihre Kindheit vor 1945, als die französische Kolonialverwaltung die Rekrutierung der jungen Männer für die Armee organisierte. Inmitten derer, die nicht gingen, wurde ein "Anteil" bestimmt, der die Eisenschienen in Zwangsarbeit verlegen musste. "Viele dieser Männer sind tot, schon seit langem. Ich erinnere mich an die Lieder, die ihre Witwen und Mädchen am Abend trällerten. Es ist untragbar, das ein nationales Gut dieser Spannweite geopfert werden soll, schlimmer noch, ohne Konsultation der Leute, die das im Schweisse ihres Angesichts gebaut haben." Jenseits der sozialen Konsequenzen für die Eisenbahner selbst und für ihre Familien, ist es die gesamte Bevölkerung Malis, die nach und nach die Wirkung dieser Konzession in ihrem Alltagsleben entdeckt: von der Aussenwelt abgeschnittene Dörfer, an ihren Platz verdammte Gemüseproduktion, Kranke, die nicht mehr die Gesundheitszentren erreichen können, verarmende Händler entlang der Schienen..., entlang der Linie Koulikoro-Kayes erhöht sich die Anzahl der Opfer dieser Privatisierung unaufhörlich.
"Gelegentlich wache ich mitten in der Nacht auf, unfähig den Schlaf wiederzufinden", bekundet Souka Assa Badiallo, frühere Generalsekretärin der Förderation der Eisenbahnen der CSTM (gewerkschaftliche Konföderation der Arbeiter Malis). "Diese Eisenbahn hat eine Geschichte und eine Seele. Man hat uns heute gesagt, dass die Privatisierung unausweichlich war, weil sie vorher unwirtschaftlich war. Aber die Eisenbahner haben nicht aufgehört vor dem schlechten Wirtschaften zu warnen, da es in ihrem eigenen Interesse liegt, die Bedürfnisse des Unternehmens und der Reisenden zu befriedigen!" "Ausser dem Ausverkauf rührt sich nicht viel seit der Privatisierung", kritisiert Ben Kattra, Gewerkschafter in der nationalen Arbeiterunion Malis (UNTM). "Die Gewerkschaften können anprangern, aber nichts wird sich ändern wenn sich die Zivilgesellschaft nicht mobilisiert. Das bedeutet, alle Welt, die sich angesprochen fühlt, alle Sektoren der Gesellschaft! Man muss mit der Heuchelei von allen Schluss machen, die auf der einen Seite nicht zögern sich über die Privatisierung zu beschwerden aber auf der anderen Seite daran teilnehmen.

Eine Frage der Mobilisierung, an Ideen fehlt es nicht. Ein Auszug der Vorschläge der Teilnehmer des Workshops: Das Forum des peuples in eine Kraft umwandeln, welche die lokalen Autoritäten von Fana zum Bau neuer Trinkwasserbrunnen zwingt, die Staatschefs der G8, die vorgeben die Armut bekämpfen zu wollen, bedrängen, die sofortige Rücknahme des Verkaufs der Unternehmen des öffentlichen Dienstes an die Multinationalen vorzunehmen, die Verantwortlichen für die schlechte Wirtschaftsführung und die Plünderung der nationalen Gesellschaften identifizieren und richten, alle Machthaber bedrängen, sich für die erneute Nationalisierung der Unternehmen des öffentlichen Dienstes zu engagieren und sich nicht an der Bildung neuer Privatisierungen zu beteiligen... Es bleibt jetzt noch die Fatalisten davon zu überzeugen, dass eine Entscheidung vielleicht wieder in Frage gestellt wird, solange sie nicht im Sinne der Mehrheit beantwortet wurde. Aber ist das nicht die Definition einer Demokratie?

Anne M.


"Ich möchte hier eine verdiente Anerkennung und meine tiefe Solidarität gegenüber Doktor Tiécoura Traoré und allen seinen Kameraden von Cocidirail zum Ausdruck bringen. Es darf nicht verschwiegen werden, dass er heute ohne Arbeit ist. Ingenieur der Eisenbahn, Tiécoura Traoré, wurde gekündigt, weil er sich für eine Sache eingesetzt hat, die Sache der Eisenbahn. Ihr habt hier all unser Gedenken und all unsere Solidarität."
Maouloud Ben Kattra, Bildungsverantwortlicher im Auftrag von UNTM

 
Forum des Peuples 2005 - Fana, Mali.
Coalitions des Alternatives Dette et Développement (CAD-Mali)

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