Forum des PeuplesTous ensemble pour construire un monde juste et solidaire ! Contre-sommet africain au G8 - 4ieme �dition
 

4ième édition

La société civile africaine

La société civile africaine

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Des résistances aux alternatives...

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LE FORUM DES PEUPLES : UN FACTEUR D’INTEGRATION POPULAIRE

LA LUTE POUR UN MONDE ALTTERNATIF PLUS JUSTE.

Pour une alternative de développement agricole au Mali

Le Journal du Forum des Peuples de Fana

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Revue de presse


L’après forum des peuples de fana

Point de presse du FSM Bamako 2006


Die Baumwolle und das Leben

Le coton et la vie français
Cotton and life English

"Unser Leben beginnt mit der Baumwolle und es endet mit der der Baumwolle". Damit also leitet Kefa Diarra, Baumwollbauer aus Fana in die Debatte über das Einsetzen der Privatisierung der Baumwollgesellschaften in Afrika ein. Eine Einleitung die über dieser Jahrtausende alte Kulturtechnik Bände spricht, dessen Produktion hier in Fana vor einigen Jahrhunderten begonnen hat.



Die Baumwollproduktion ist in der Krise. Seit 1998 hört der Preis auf dem Weltmarkt nicht auf zu sinken, bestimmt durch die Länder des Nordens, und damit einhergehend eine lebhaft fortschreitende Verarmung der Baumwollproduzenten in Westafrika. In Mali, wo die Baumwolle 45% der Exporte repräsentiert, ist dies eine direkte Bedrohung für das Leben von 3 Millionen Menschen. Gemäss Mamadou Goïta, von der Assoziation Acord, hat eine Studie realisiert durch die Organisation für Zusammenarbeit und Entwicklung (OCDE) dargelegt, dass der Abschwung der Baumwollaktivitäten zu einer Minderung des Haushaltskonsums von 1,6% geführt hat.
Die Länder des Nordens und ihre Eingreiftruppen, die Weltbank und der IWF sind die zuerst beschuldigten. "Ein Baumwollproduzent erhielt in 2004 eine Hilfe von 210 FCFA pro Kilo Baumwolle", fährt Kefa Diarra fort. "Die Weltbank hat das als zuviel befunden. Sie hat der Regierung gedroht, alle ihre Finanzierungen zu stoppen, wenn der Betrag nicht verringert wird. Die Regierung von Mali hat 2005 entschieden nachzugeben und die Baumwollbauern erhalten nicht mehr als 160 FCFA pro Kilo Baumwolle."
"Wenn unser afrikanisches Land sich schützen will, beschuldigt man uns des Protektionismus", vergegenwärtigt Victor Nzuzi mit Ironie, ein Bauer, der aus der Demokratischen Republik Kongo (RDC) gekommen ist. "Im Gegenzug, wenn die USA oder die EU die Subventionen für ihre Baumwollbauern erhalten, um sie vor China zu beschützen, dann ist das für niemanden ein Problem."
Heute, nach dem Beginn der Privatisierung der Baumwollindustrie in Benin, Burkina-Faso, Côte d’Ivoire und Ghana, übt die Weltbank Druck auf die Regierungs Malis aus, damit sie ihre Gesellschaft Malis zur Entwicklung der Textilien (CMDT) privatisiert. Ein Skandal, der die lebendigen Proteste der am Forum des peuples teilnehmenden Bäuerinnen und Bauern entfacht.
"Wir kennen die durch die Privatisierung hervorgerufenen Schäden in Benin und Côte d’Ivoire sehr gut. Wir haben uns erkundigt", erinnert Mèmè Diallo von der Gewerkschaft zur Aufwertung der Baumwollanpflanzung (Syvac, Nièna). Die CMDT ist gewiss die letzten Jahre sehr kritisiert worden, aber sie hat auch einen sehr positiven Einfluss auf die Entwicklungszonen gehabt, wo sie eingesetzt war (Alphabetisierung, Verbesserung der Situation der Frauen, etc). Und die Baumwollbauern vergessen nicht.
"Nein zur Privatisierung! Genug ist genug!", entflammt sich Emilie Akhcha vom Kommitee der Selbstförderung der nachhaltigen Entwicklung (CADD, Benin), gekommen um ihre Freunde aus Mali in ihrem Kampf zu unterstützen. Ein Schrei des Herzens, welcher gut die Entschlossenheit der Teilnehmer auf dem Forum des peuples zusammenfasst.

David Eloy, CRID - Altermondes

 
Forum des Peuples 2005 - Fana, Mali.
Coalitions des Alternatives Dette et Développement (CAD-Mali)

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